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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Notiz

Freitag, 16. Januar 2009

hallihallo Freunde!

Zeit, ein paar Veränderungen vorzunehmen.

Wie ihr ja auch gemerkt habt, war hier längere Zeit tote Hose. Grund war mein Dickschädel, der sich nicht mit gewissen Änderungen in meinem Leben abfinden wollte. ich wollte nicht, dass in diesem Blog irgandwann nur noch Rettungsdienst-Storys stehen, aber nachdem ich jetzt ca. 2 Monate absolut untätig war (nein halt, ich hab so gefühlte 3000 Spam-Kommis gelöscht!), geb ichs auf! Gut, ich stehe zu unchristlichen Zeiten auf und komme völlig fertig nach Hause, mach nichts mehr als ausspannen, und erleb eben nicht mehr soviel nebensächlich Dummes wie früher… tja, dann schreib ich eben ab jetzt auch das, was mir so im Job an lustigem, krassen oder interessanten Dingen passiert.. auf die Gefahr hin, Schleichwerbung fürs Rote Kreuz zu machen! ;)

(Krankenwagen: 19 222, Rettungswagen: 112)

hm? war da was?

“It’s time for the White Wall! The fucking White Wall!!”

Freitag, 05. September 2008

, schrie Björn Dixgard, Sänger der coolsten Band der Welt- Mando Diao- ins Mikro, und los gings mit White Wall! *

Nicht nur darum mag ich weisse Wände. Immerhin konnte ich mir schon immer eine Zukunft in einem Raum mit (gepolsterten) weissen Wänden vorstellen… seit ungefähr Februar 2008 bin ich allerdings ein bisschen vorsichtiger mit diesen Wünschen- sie können nur allzu leicht in Erfüllung gehen!!

Meine Tolpatschigkeit erschwang sich an diesem Abend in ungeahnte Höhen, von allen bescheuerten Geschichten die ich bei Treffen und Partys zum Besten geben kann, ist sie mit Abstand die unterhaltsamste.

Also, ich fange an.

Es war ein kalter, grauer Februarabend. Die Blätter und Gräser draussen vor meinem Fenster waren noch feucht vom Nieselregen, der kurz zuvor gefallen war, und die Sonne verschwand viel zu schnell hinter dem Horizont, einen grauen, schmutzigen Streifen auf die Wolken zaubernd. In alledem muss das warme Licht, dass aus meinem Zimmer kam, ausgesehen haben, wie das einsame Licht eines Leuchtturms, der im tiefsten Sturm tapfer seiner Arbeit nachgeht. In dem Moment trat SIE ein. Sie war die schönste Frau, die ich bis dato hier gesehen hatte, und ich konnte an der Art, wie sie beim Laufen beunruhigt nach hinten blickte erkennen, dass sie nicht von hier stammte, nicht von Londons dreckigen Piers. Ich liess die Zeitung sinken und zog mir die Mütze tiefer ins Gesicht. “Sie müssen mir helfen!”, flehte sie, und— ähm, Moment. falsche Geschichte. Sorry.

Also nochmal. Es war wirklich ein kalter, grauer Februar Abend, es hat wirklich zuvor geregnet, und mein Zimmer war wirklich warm und hell… zu warm. Irgendwie heizt sich mein Zimmer viel zu schnell auf. Muss wohl an mir liegen. Naja.

Ich war gerade dabei, ein Bild von JARED LETO zu zeichnen (okay, das erklärt die Hitze! *Luftzufächel*), und beschloss ohne weiteres Nachdenken, ein Fenster auf zu machen. Nun hatte ich da die längste Zeit eine, wie ich glaubte, idiotensichere Technik, um das Fenster offen zu halten: Eine Reserverasierschaumdose zwischen die Fensterangel klemmen.

Diese Rasierschaumflasche habe ich mir mal gekauft, um für den Notfall vorbereitet zu sein: was gibt es blöderes, als sich die Beine rasieren zu müssen, und kein Schaum ist da?! Damit aber weder mein Bruderherz noch mein Vater den Schaum benutzten, stellte ich ihn bei mir ins Zimmer. Irgendwie hab ich ihn nie gebraucht, und daher als Fensteroffenhalter zweckentfremdet. Ein sicheres System. Idiotensicher.

Aber man muss immer mit dem Chaos-Faktor rechnen, und Chaos ist bekanntlich mein dritter Vorname!

Ich öffnete also mein Fenster, Rasierschaumdose rein, und zeichnete weiter. Irgendwann war es dann trotz unmittelbarer Nähe Jared Letos kalt, schweren Herzens löste ich mich von meinem Werk und machte das Fenster zu. Mit einem gutgemeinten, beherzten Schlag gegen den Fensterrahmen, der diesen auch wieder wie geplant zurückschlug.

Im selben Moment dachte ich mir noch “Moment, das war blöd.”, und dann machte es auch schon ffft!.

Ja, ffft. Nicht Boum oder Bang oder gar NJOOUUNG, einfach nur ffft. Ein Geräusch, so einfach und schrecklich wie… wie ffft eben.

Dann war alles weiss.

Klingt wie eine kitschige Soap- Nahtoderfahrung, war aber keine. ich entdeckte kein Licht am Ende eines Tunnels, es war einfach nur alles sehr weiss.

Hmm. Idee.

Ich nahm die Brille ab.. voll von weissem Zeugs. Hä?

Ich wollte nach meinem Shirt greifen, um das Zeugs abzuwischen, aber das Tshirt.. weiss.

Meine Hände…. weiss.

Meine Hosen… weiss. Der Blick wandert weiter:

Teppich: weiss.

Wände: weiss.

Fensterscheibe: weiss.

Pflanzen: weiss.

Rasierschaumdose: weg.

Kommode: wei— Halt stopp. was war das?? Rasierschaumdose: weg????

Ich stürzte zum Fenster, gucke auf die -völlig weisse!!- Pergula… keine Rasierschaumdose in Sicht..

oh shit.

Der Druck, den ich ungewollt auf der Dose habe lasten lassen, muss so stark gewesen sein, dass die Dose zersprang, und ffft!, der ganze Schaum seine Chance nutzte. der Unterdruck der Dose wurde auf einmal befreit, und tja.. der Schaum blieb, die Dose war weg. Schon allein die Vorstellung, wie diese Dose mit voller Karacho durch die Gegen fliegt… womöglich noch jemandem gegen das Hirn… shit!!

Jetzt versetzt euch mal in meine Situation: ihr habt euch gerade selbst und euer halbes Zimmer dazu in eine 7 cm dicke Schicht Rasierschaum eingesprüht, ohne die Dose auch nur berührt zu haben.. von der übrigens nichts mehr zu sehen ist…. was würdet ihr in diesem Moment tun??

genau!! Kathi anrufen!

Wenn ich nicht weiss was ich machen soll, frag ich Kathi. Also drehte ich mich zum Telephon um, entdeckte gleichzeitig, dass mein Jared-Bild absolut unversehrt geblieben war (ich habe den Rasierschaum mit meinem Körper abgefangen. Ist das nicht romantisch??), und griff zum Telephon. Schmierte grob das ganze Weiss ab (nicht leicht, wenn man selbst voll davon ist!), und wählte Kathis Nummer… währenddessen kam mir.. “shit, das glaubt die mir NIE.”

Wer würde einem sowas auch glauben??? “Hi, ich hab mein Zimmer in Rasierschaum getunkt, was soll ich jetzt machen??”…. ganz klar!! —>MAMA!!

Also flux aus dem knöcheltiefen Schaum nach unten zum Haustelephon gehuscht… Nach Telephonnummer der Praxis gesucht, in der meine Mom arbeitet, und angerufen…

“Ja hallo, Caina?”

“Ja hier auch. Ähm, Mom? Ich muss dir jetzt ein paar Fragen stellen, aber lass dich nicht von deiner Arbeit abhalten..!” (meine Mom ist Physiotherapeutin, sollte also konzentriert sein^^)

“ähm, okay?”

“Wie würdest du… Rasierschaum von… sagen wir mal… einem Teppich wegmachen?”

“des Gröbste wegschaffen und dann saugen, wieso?”

“und… von den Wänden?”

“einfach wegwischen, warum denn?”

“und von Pflanzen??”

“auch wegwischen, was ist denn passiert???”

… und da brach es durch. Unter Lachtränen erklärte ich meiner Mom mein neustes Werk, und unter Lachtränen legte sie auf.

Ich sofort zurück hoch, mit allen möglichen Hilfsmittel den Schaum vom Boden abtragen.. und glaubt, mir, dass ist echt viel!!! Seid ihr schon mal mit zwei Handvoll Rasierschaum im Bad vor dem vollen Waschbecken gestanden und habt euch gefragt, wohin mit dem ganzen Zeugs? ich schon! (in die Badewanne natürlich!)

Whrend dem Teppichschaumabtragen herrschten die tollsten Gedanken in meinem Kopf: Sollte ich nicht eher mit einem Rasierer drüber gehen? Oder bei der Firma anrufen?? “Hallo, ich habe ein Problem mit einem ihrer Produkte..mein Teppich ist voll davon.. nein, wirklich voll…”.. auf der Dose musste doch sicher eine Nummer stehen… das brachte mich zum nächsten Punkt: wo war diese verdammte Dose??? Das Bild von einem armen Passanten, der nichts ahnend von einer tollwütigen Rasierschaumdose niedergeschlagen wurde, wollte mir nicht aus dem Kopf. Ich lehnte mich also wieder aus dem Fenster… immernoch weiss von Kopf bis Fuß, wohlgemerkt, und starrte erneut auf die schneeweisse Pergula. Bemerkte dabei, dass die Hauswand um mein Fenster herum auch noch weiss war… und entdeckte im Augenwinkel ein herzallerliebstes ältliches Paar, dass auf der Strasse mir gegenüber stand und glotze. So richtig. ich glotzte zurück.

“Alles okay bei Ihnen???”, fragte mich die Oma entsetzt.

“Jaja, ich backe!”, rief ich automatisch zurück, und wunderte mich selbst erst darüber, als das Paar schleunigste weitereilte.

Zurück an die Arbeit. Putzen, Wischen, Saugen, Duschen, stundenlang, und mit diesem wunderbaren frischen Duft von Rasierschaum in der Nase (wortwörtlich). Ein Glück dass ich allein zuhaus war.

Stunden später kam mein Bruder nach hause und fand mich grummelig im Bad vor, wie ich entnervt meine ganzenm Bilderrahmen u.ä. abwusch.. sagen wir so, er hatte seinen Spass.

Mein Dad auch, und meine Mom ebenfalls.

Übrigens, meine Mom musste natürlich ihren Kollegen erklären, warum sie so lachte. Was logischerweise auch deren Patienten mitbekamen. Unter anderen… mein Grundschulschwarm aus der dritten Klasse.

Der mich am nächsten Morgen mit einem breiten, unheimlich belustigtem “Na, hasch dein Zimmer noch sauber gekriegt?” begrüßte.

Danke Mama, danke.

——————

* http://www.youtube.com/watch?v=nuxjgu7HjUs

Er ist tot, Jim.

Montag, 25. August 2008

Keine Sorge meine Jünger, euer Flehen und Hoffen hat ein Ende! Es tut mir leid, dass ihr so lange Zeit ohne meine wertvollen Ratschläge und Warnungen durch euer tristes Alltagsleben irren musstet, doch sehet da- das Beten und Wimmern kann nun zum Erliegen kommen, eure Gebete sind nicht unerhört geblieben: Ich bin wieder da.

…. Entschuldigung, ich muss mir gerade ein bisschen Selbstvertrauen einimpfen. An nächster Woche fahre ich nämlich im Rettungsdienst mit, ja genau, aufm Rettungsfahrzeug, mit Blaulicht und Tatütata und so Zeugs.

Die schöne “Zeit nach dem Abi” ist vorbei! Die letzten drei Wochen habe ich damit verbracht, den Schäfchenwolken beim Vorbeiziehen an der schönsten Augustsonne zuzusehen, während die Vögel fröhlich auf den grünen Ästen der Birken sangen, die leicht im Wind hin und herschaukelten. - von meinem Unterrichtszimmer im Keller des DRK- Ausbildungshauses hab ich das sehr sehr gut beobachten können.

Dort saß ich tatsächlich Montag bis Samstag (!!) von 8 bis 18 Uhr (!!) und habe mich mit der Physiologie der Atmung, der Patophysiologie des Herz/Kreislaufsystems und den Maßnahmen bei einem septisch- toxischen Schock beschäftigt. Ich weiss jetzt, dass ein Aortenaneurysma eigentlich eine tickende Zeitbombe ist, dass Schlaganfall auf lateinisch Apoplex heisst, und sich in TIA*, PRIND ** und SAB*** einteilt, kann beurteilen, ob man einem Patienten besser Katecholamine oder Hypertonika geben sollte, und bin in der Lage, die einfachsten Dinge superkompliziert und mit vielen klugscheisserischen Begriffen darzustellen.

Ohne dafür bezahlt zu werden.

Das unterstützt meine Theorie mal wieder, die besagt, dass die Menschen mit dem größten Fachvokabular eigentlich die größten Idioten sein müssten, irgendwo muss ja kompensiert werden.

Eigentlich höchst elementär.

Aber was solls. Jetzt kann ich Besserwisser spielen, und mehr brauch ich eigentlich nicht um glücklich zu sein. Ja gut, andere Arbeitszeiten wären nicht schlecht, und okay, ein kleinwenig Orientierungssinn wäre durchaus von Vorteil, wenn man einen Krankenwagen und/oder einen Rettungswagen fährt (und wo wir grad beim Thema sind, Talent beim Autofahren is manchmal auch von großem Nutzen), aber immerhin kann ich nach dem dritten missglücktem Versuch, das Katharinenhospital zu finden, von meinem falschintubierten Patienten aufsehen, einen wichtigen Gesichtsausdruck aufsetzten und mit gravierender Stimme “Er ist tot, Jim.” sagen. (mein Rettungstutor heisst Bastian.)

Yay!

Ausserdem sehe ich sehr authoritär aus in meiner roten Rettungsdienstjacke und kann Polizisten zu Infusionsständern umfunktionieren! :)

..Das alles eigentlich nur, um mitzuteilen, dass ich in nächster Zeit wieder öfters was schreiben werde! ;)

Man sieht sich! Domi

————-

*TIA: transitorische ischämische Attacke

**PRIND: Prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit

*** SAB: subarachnoidal Blutung

Ode an den Postboten

Montag, 14. Juli 2008

(guten Morgen, Beko!)

Wer bringt uns Post zur frühen Stunde?

trickst täglich wieder aus die Hunde?

Und klappt dies nicht - wer trägt die Wunde?

Der Postbote!! - aus aller Munde!

In leuchtend’ Gelb und ohne Hut

(zur kurzen Hose braucht man(n)  Mut!)

Macht was er soll, und tut das gut:

Er ordnet unsre Briefe-Flut!

Egal ob Päckchen oder Karte,

bringt harte Worte oder zarte,

zum Leuchtturm und in die Sternwarte

zu Fuss, oft ohne ein Gefahrte! -ähh, Gefährt. Mist.

Der Sinn dies’ kleinen Zwischenspieles?

Nun… alle klagen über vieles:

Unfreundlichkeit, Stress, Pädophiles,

Doch jeden Tag, bar jeden Stiles (siehe Strophe 2)

Wirft einer unsre Päckchen ein!

bekommt kein Danke, kriegt kein’ Wein,

Kassiert nicht fett…

…Ist das nicht nett??

(schönen Arbeitstag noch!)

Im Chaos herrscht das Genie. Oder andersrum?

Sonntag, 06. Juli 2008

Neulich hab ich meinen ersten Lebensabschnitt hinter mich gebracht. Die Schule ist zuende, das Abi in der Tasche! Im August fängt mein FSJ an, und wie sich jeder, der im Besitz eines korrekten Kalender ist, herausfinden kann, habe ich also den ganzen Juli frei.

Frei. Gleichbedeutend mit NICHTS ZU TUN.

Ich bin ganz schlecht darin, nichts zu tun. So schlecht sogar, dass ich in der natürlichsten Phase des Nichtstun, dem Schlafen, gnadenlos versage. Blöderweise stellt mich das vor noch mehr Stunden des bewussten Nichtstun.

“Also”, dachte ich mir, in einem eindeutig nicht ausgeschlafenem und/oder nüchternem Zustand, “kannst du auch was sinnvolles tun, und dein Zimmer mal wieder aufräumen.”

Es sollte nicht beim Aufräumen bleiben, es wurde ein ganzes Ausmisten, Ausstauben und Wegputzen. Zumindest theoretisch.

Praktisch stecke ich nämlich gerade fest, was mich an den PC getrieben hat.

Ich muss euch nämlich etwas fragen, auf die Gefahr hin, unorganisiert zu wirken:

WIE ZUM HENKER RÄUMT MAN AUF?!!

Ehrlich, ich bin die schlechteste Aufräumerin die es gibt. Ich verstehs nicht! Aufräumen bedeutet, Zeugs, was nicht an seinem Platz liegt, an seinen Platz zu befördern, richtig? Nun, mein größtes Problem liegt dabei, dass ich niemals einen festen Platz für Zeugs habe. Wenn ich also versuche aufzuräumen, lege ich das Zeugs erst mal auf den Boden in die Mitte meines Zimmers, und warte, bis ich einen richtigen Platz finde, der gerade unter anderem Zeugs begraben liegt.

Überraschung, ich finde diesen Platz nicht. Das wäre noch okay, aber nun bin ich doch auf eine erstaunliche Tatsache gestossen: ich kann mich generell nicht daran erinnern, an welchem Platz das Nun-Boden-Zeugs einmal lag. Schlimmer, oftmals könnte ich schwören, dass das Nun-Boden-Zeugs niemals vorher in meinem Zimmer war!?

Häää?

Ich nehme an, es ist das selbe Prinzip, dass auch die gute alte Wichtige-Dinge-Theorie aktuell hält.               Ihr wisst schon, man räumt auf, und findet dabei Dinge, die einem unglaublich viel bedeuten, mit denen man allerdings nichts mehr anfangen kann. Alte Briefe zum Beispiel, oder in meinem Fall die ganzen Zettelchen, die man sich in der Schulzeit hin und her geschrieben hat. Man weiss genau, wenn man sich diese Dinge in 20 Jahren wieder anschaut, dann hat man Freude daran.                                                                                    Paradox ist dabei aber, dass man diese Dinge absolut vergisst, bis man sie beim Aufräumen wiederfindet. Sie vegetieren irgendwo an ihrem festen Platz im Zimmer vor sich hin, man verschwendet keinen einzigen Gedanken an sie, obwohl sie doch so wichtig sind. Hrm.

Eine potentielle Lösung dieses Problems wäre natürlich, diese wichtigen- Dinge wegzuschmeissen (man denkt ja eh nie dran), und den Platz zum festen Platz des Nun- Boden- Zeugs zu machen.                         Aber das macht natürlich aber paradoxerweise niemand.

So wird ein Zimmer niemals sauber, und mittlerweile bin ich so verzweifelt, dass ich glaube, dass es das gar nicht werden will. Irgendeine höhere Macht muss eines Tages (wahrscheinlich nicht ausgeschlafen und/oder nicht nüchtern) beschlossen haben, dass Menschen nicht in der Lage sein sollten, Ordnung zu halten, beziehungsweise, zu schaffen.

Es ist meine einzige Erklärung. Denn sobald man im Begriff ist, einen winzigen Fortschritt im Ordnungsproblem zu machen, setzt das Chaos alles ein, um dies zu verhindern. Beispiel? Beispiel!:

- Reissnägel, die AUF EINMAL aus meinem Teppich wachsen, genau da, wo ich hintrete. OBWOHL ich die selbe Strecke in der letzten Stunde schon hunderte von Malen unfalllos zurückgelegt habe, und garantiert den ganzen Tag nichts mit Reissnägel getan habe.

- Das Auftauchen von Zeugs ab einem festen Platz, der aber vor einer Sekunde noch ein Platz war, von dem man gerade eben erst Nun-Boden-Zeugs entfernt hat, um einen freien Platz zu machen!

- Das Verschwinden von Nun- Boden- Zeugs, für welches man in einem Anfall von Kreativität einen Platz gefunden hat, und das Auftauchen eben dieses, wenn man den Platz anderweitig belegt hat.

- Meine Mutter, die mir immer dann weiters Zeugs in mein Zimmer bringt, wenn ich denke “das isses. so passt alles!”

-Schubladen, die ganz bestimmt kleiner werden, und dann nicht mal mehr das aufnehmen wollen, was vorher schon drinnen war.

…. sagt mir bitte, dass ich nicht alleine diese Grausamkeit erdulden muss. Und sagt mir auch gleich, wie ihr das bewältigt (wenn ihr das denn tut). Und wenn ich was vergessen hab, schreibts.

Ich geh jetzt wieder weiter aufräumen. Ich glaub, unter meinem Bücherregal müsste noch irgendwo Platz sein…

Pünktlich 5 Minuten zu spät!

Dienstag, 01. Juli 2008

um es gleich vorweg zu sagen… ich bin unheimlich unpünktlich.

Erwartet darum bloß kein regelmäßiges Updaten, oder, noch lächerlicher, dass ich meine

Versprechen à la “morgen gehts weiter” einhalte. Ich hoffe, niemand hat ernsthaft nach dem letzten/ersten Eintrag daran geglaubt.

Wenn ich schon dabei bin, kann ich euch auch gleich weiterhin erzählen, was hier so auf euch zukommen wird. Ja genau, ich habe einen perfiden Masterplan, der so perfide ist, dass ich ihn selbst noch nicht ganz verstanden habe (gehört alles dazu).

Sobald ich gelernt habe, wie man Kategorien angibt, wird es derer mindestens vier geben:

-Allgemeines: was eben grad so anfällt.

-Kunst: oder das, was ich so schimpfe. Ich male und zeichne sehr viel, und bin an anderer Kunst ebenfalls mehr als interessiert. Sobald ich weiss, wie man Bilder hochlädt, werdet ihr auch was von mir zu sehen kriegen.

- Philosophisches: vielleicht unter einem anderen Namen, ganz so viel trau ich mir dann nämlich doch nicht zu. Aber ich bin ein Mensch der weiss, dass der Kopf nicht nur zum Tragen von Mützen da ist, und habe noch nicht herausgefunden, wo man das Denken abschaltet. Erschreckenderweise kommt dabei oft etwas Gutes raus. Erschreckenderweise kann ich das jetzt in die ganze Welt hinausposaunen. Muhaha.

- Drehbuchseiten: denn mein Leben ist eine Sitcom. Hier werde ich immer wieder kleine aber feine/lustige/dumme/ intelligente Episoden aus meinem Leben erzählen. Oder aus dem meiner Freunde. Welt(untergangs)theorien, Geschichten, Sparwitze…. ihr versteht schon.

Noch müsst ihr nicht aufatmen, da kommt bestimmt noch mehr.

Soviel dazu. Tüdeldü!

-Domi

“Blog-User sind arrogant, asozial und radikal…”

Donnerstag, 26. Juni 2008

…. sagte ich, und kassierte irritierte Blicke von mehreren meiner Freunde. Blog-User. OOPS.

Das brachte mich doch etwas zum Nachdenken, und als Georg dann noch meinte “Stoffl, besorg deiner Sis nen Blog! Stand es fest. Domi braucht einen Blog.

Tadaaa!

Domi hat einen Blog.

Dann ist es wohl an der Zeit, mich ein wenig vorzustellen.

Ich bin…

-… in der Lage, die Löcher, die meine Hosen im Schritt haben, zu nähen, während ich sie noch anhabe. Ich bin sogar so talentiert, dass ich meine Unterhose gleich mit annähe, ohne mich selbst zu pieksen.

-… in der Lage, den ganzen Tag nichts zu trinken und trotzdem alle 5 Minuten aufs Klo zu rennen.

-… dazu fähig, mein gesamtes Zimmer mit Rasierschaum einzusprühen, ohne die Dose auch nur berührt zu haben.

-… immer auf der Suche nach Essbaren, und generell fündig. Es lohnt sich also, etwas mit mir zu unternehmen, denn Klos und Imbissbuden finde ich immer und überall!

-… davon überzeugt, dass mein Ich aus verschiedenen Dus besteht. Aber bisher war Ich noch nicht in der Lage, uns zu einem Wir zu einigen, weil Ihnen keine anonymen Wahlen gelingen (vielleicht bin ich auch Simbabwe! XD)

-… fähig, über die dümmsten Sparwitze der Welt zu lachen!

Um es mit den Worten meines Relilehrers zu sagen: “Dominique, dein Kopf ist zu quirlig.”

Ich denke, das reicht erst mal.

Um ehrlich zu euch zu sein, ich habe keine Ahnung, wie ein Blog so wirklich funktioniert. es bleibt also spannend.

Schalten sie also morgen wieder ein, wenn es heisst: mein Leben ist eine Sitcom….