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24. Juli 2008

..laut dem großen Douglas Adams die Antwort auf das Leben, das Universum, auf alles. Ich bin vielleicht kein SuperPC, aber auch ich habe mir heute mal wieder Gedanken über den Sinn des Lebens gemacht, und bin auf ein paar faszinierende Theorien gestossen. Passt auf.

1. Was ist der Sinn des Lebens?

Ich stelle hiermit die Theorie auf, dass alles was der Mensch tut, ein Streben nach Unendlichkeit ist. Nehmen wir alle menschlichen Errungenschaften, und untersuchen sie nach ihrem Sinn und Zweck.

Die (Natur)Wissenschaften versuchen, Unklares zu erklären, Unbekanntes zu erforschen und diese Entdeckungen dem Menschen und seinem Leben zu nutze zu machen. Nehmen wir als Beispiel die Medizin: Zuerst wurde der bis dahin unerforschte Körper des Menschen erforscht, seine Schwächen analysiert und schliesslich nach Heilmethoden geforscht. Dies alles, um dem Menschen ein langes Leben zu ermöglichen. Das ist ein Streben nach Unendlichkeit.

Unendlichkeit bedeutet ein Übertreten des menschlichen Denkens, der körperlichen wie auch psychischen Grenzen. Der Unzulänglichkeit, die uns durch unseren Tod ständig vor Augen geführt wird. Der Mensch ist nicht perfekt, er hat nur eine winzige Zeitspanne in der er lebt, und diese versucht er mit Sinn auszufüllen, weil er den Gedanken nicht erträgt, umsonst zu existieren.

Schon immer wurde versucht, dem Leben einen Sinn über das Leben hinaus zu geben. Religionen jeder Art sind ein Sinnbild der Transzendenz, die Jenseitsvorstellungen an die wir uns klammern sind Zeugnis der Angst vor dem großen Unbekannten.

Trotz Religionen und Philosophien ist dem Menschen ein mögliches, bloßes seelisches Überleben nicht genug, wir sind eben nicht nur geistige sondern auch körperliche Wesen. Auch wenn Jesus auferstanden ist, müssen wir mit dem Tod zurechtkommen. Aus Unzufriedenheit mit religiösen Erklärungen wenden sich Menschen an Wissenschaften, und finden eine neue Sparte, in der sie versuchen können, das Absolute -vorher Gott- zu verstehen: Das All, die Astronomie.

Astronomie ist nichts anderes als der Vorstoss der Menschheit ins Unbekannte. Mit jedem Meter, den unsere Teleskope weiter in den Raum sehen, eignen wir uns mehr Erkenntnis über unseren Ursprung an, und das Wissen um das “Woher” ermöglicht uns eventuell die Antwort auf das “Wozu”.

Philosophie, Religion und Wissenschaften (Technik mit inbegriffen, dazu komme ich gleich) sind voneinander abhängig. So war Gott immer allmächtig und absolut, solange das geozentrische (/ptolemäische) Weltbild galt: Der Mensch als Gottes Schöpfung in der Mitte. Im Barock bewies Galilei auf einmal die kopernikanische Theorie, dass die Erde sich um die Sonne drehte, also nicht der Mittelpunkt des Universum sein kann, und promt begannen die Zweifel sich in der Philosophie niederzuschlagen: Die Zeit der Metaphysik war vorbei, mit Descartes fing die moderne Philosophie an: Gott erklärt nicht mehr alles.

Um auf den Anfangsgedanken zurückzukommen: ist das nicht alles ein einzigartiges Streben nach Unendlichkeit?? Egal was wir tun, wir sehnen uns nach einem Dasein ohne Ende, der Tod macht uns Angst, und der Gedanke, dass wenigstens etwas von uns überlebt, ist immerhin ein kleiner Trost.

Der Sinn des Lebens ist also eventuell und nur vielleicht das Erreichen von Unendlichkeit.

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2. Wie kann der Mensch Unendlichkeit erreichen?

Eine weitere Errungenschaft des Menschen entwickelt sich mit diesen Disziplinen stets mit: die Kunst.

In erster Linie scheint Kunst nicht viel zu bedeuten, aber wenn man es sich mal genau überlegt, kann man nicht anders, als die Wichtigkeit dieses Phänomens anzuerkennen: Aus Kunst ziehen wir keinen sofortigen Nutzen!!

Es gibt nur drei Dinge, die der Mensch seit er existiert eigenständig erschaffen kann: weitere Menschen, Technik, und Kunst. das Kinderkriegen sichert das Weiterbestehen unserer Art (Streben nach Unendlichkeit!), und Technik ist immer im Rahmen des Nutzen entstanden, aber an Kunst sucht man vergeblich einen praktischen Nutzen.

Trotzdem ist sie da, und zwar schon von Anfang an. ich denke an die Höhlenzeichnungen von Lasceaux, den ältesten Zeugnissen menschlichen Lebens überhaupt. MIt Kunst meine ich Kunst überhaupt, nicht nur die bildnerische, sondern auch Musik und Literatur.

Exkurs in eine andere Frage: was ist Kunst? Kunst ist alles, was unsere Hände und unser Geist schaffen kann, was Reaktionen hervorruft. Ich weiss, darüber kann man ewig streiten, aber belassen wir es einfach mal dabei, okay?

Das beantwortet natürlich nicht die Frage, warum wir Kunst ausüben. Sie hält uns nicht warm in der Nacht, wir können sie unter Wasser nicht atmen und früher vergiftete man sich auch noch, wenn man gelbe Farbe as. Nein, Kunst hat keinen simplen praktischen Nutzen, aber einen viel komplizierteren.

Ich behaupte, dass Kunst das Vollkommenste ist, was der Mensch hervorbringen kann. Menschen haben schon immer versucht, durch Kunst etwas darzustellen, und zwar am besten sich selbst. Durch sie sind wir in der Lage, ein Bild von uns und unserer Kultur für die Nachwelt, für die Ewigkeit zu erstellen, ein Zeugnis unserer Existenz. Schon immer wurden Schriftstücke, Bilder und Musik komponiert, gemalt und geschrieben.

Kunst hilft uns ausserdem, mit dem Hier und Jetzt fertig zu werden. Fluchtpunktperspektive lässt uns uns die Illusion glauben, dass sich zwei Parallelen, die doch eigentlich niemals im Unendlichen auf einander treffen können, doch noch an einem ganz bestimmten Punkt treffen. Wenn Picasso einen Menschen in Kreisen und Quadern darstellt, ist dass die Antwort auf die heillose Abstraktion, in der sich die Quantenphsyik gerade befindet. Ein Versuch, den Menschen durch geometrische Formen aus dem Zufall zu zwingen. Nur sie hilft uns, das Theoretische und Abstrakte in die physische Welt zu transportieren.

Vor allem aber überdauert uns Kunst. Ein kleiner Zeitstrahl:

Die Antike: hier setzte nach allgemeiner Annahme das erste philosophische Denken ein. Aristoteles, Platon, Sokrates. Erste wissenschaftliche Anfänge traten auf die Bühne: Euklid und Thales, Pythagoras. Und die schönsten Skulpturen, die allesamt nur Menschen darstellten, wurden erschaffen. Die Venus von Milo zum Beispiel.

Das Mittelalter: Gott ist die Erklärung für alles und jeden. Thomas von Aquin und Anselm von Canterbury arbeiten ihre Gottesbeweise aus. Gleichzeitig beginnen Mediziner die Paracelsus den Menschen am Leben zu erhalten, und Hyronimus Bosch malt kirchliche Bilder.

Die Renaissance: Der Humanismus bringt eine allgemeine Optimismuswelle mit sich: der Mensch ist etwas Wert! Der Mensch ist die vollkommendste Schöpfung Gottes, und darum besonders. Auf einmal werden Menschen wieder nackt dargstellt, untersucht, Leonardo da Vinci und Michelangelo, und der Buchdruck.

Das Barock: Diie große Wende: die Erde dreht sich um die Sonne. Wir sind nicht Mittelpunkt von allem, und wer nicht im Mittelpunkt steht, ist nicht ultimativ. Descartes versucht es mit “ich denke, also bin ich”, ein Mensch kann auch ohne Gottes volle Aufmerksamkeit sein, und die Kunst will mit Carpe Diem und Memento Mori ein menschenwürdiges Dasein.

Moderne: Kaum mehr ein Mensch versteht noch wirklich, was die Wissenschaft da eigentlich tut. Quantenphysik und Astrophysik, und wer hat eigentlich wirklich die Relativitätstheorie verstanden? Picasso und Dali werden Vorreiter des Abstrakten, des Irrealen, und Camus und Sartre beginnen, das Leben als absurd anzunehmen.

Worauf will ich eigentlich hinaus?? Ja genau, Kunst war immer da!! Zeitgleich mit dem bloßen Theoretischem (Philosophie) und dem Praktischem (Wissenschaft), vereint sie Gedankengut und Fassbares in einem. Sie macht es möglich, unsere zeitgenössischen Ansichten und Ideen festzuhalten und zu überdauern.

Kunst ist nichts anderes, als ein großes “HALLO, HIER BIN ICH! DAS HIER WAR ICH!!”- Schild im langen, unendlichen Zeitstrahl des Zeitflusses.

Sie ist unsere Chance, selbst etwas Unendliches zu schaffen.

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3. Macht das überhaupt Sinn???

Wenn man eine philosophische Theorie hat, muss man sie prüfen. das macht man am Besten, in dem man ihre Sinnhaftigkeit prüft.

Macht ein Streben nach Unendlichkeit Sinn? Macht es Sinn, über das Leben hinaus existieren zu wollen?

Ich sage JA, und ich benutzte Milliarden Jahre Erdgeschichte als Argument. Seht in die tiefsten, dunkelsten Höhlen, und es gibt eklige Schleimpflanzen an den Wänden, die nichts anderes machen als sich an den kalten Stein zu saugen und vor sich hin vegetieren. In der Wüste leben winzige Tierchen, die fast ihr ganzes Leben unter einer enormen Schicht aus Sand verschlafen.

Pflanzen, die unseres Wissens nicht mal ein eigenes Bewusstsein besitzen, recken sich mit faszinierender hartnäckigkeit der Sonne entgegen. Tiere, schon eher mit einer Art Intellekt ausgestattet, geben alles, um ihre Jungen, damit das Fortbestehen ihrer Art, zu garantieren.

Ich weiss nicht warum, aber Leben will sein. Es sucht sich seinen Weg, immer und überall. Es scheint ein kollektiver Wille allen Lebendigen zu geben, dass existiert werden WILL. Solange wie möglich!

Bisher sind wir Menschen die einzigen bekannten Lebewesen, die blöderweise das Privileg besitzen, nach dem Warum zu fragen.

Vielleicht ist die eine große Frage nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens. Vielleicht ist es noch einfacher, noch abstrakter: Warum Leben?

(und wehe einer kommt jetzt mit 42!)

—-

puhhhh. eure Meinung hierzu interessieren mich jetzt wirklich. Fandet ihr das verständlich? sinnvoll? Stimmt ihr überein oder habe ich was vergessen? Fehler gemacht? Heiratsanträge oder Todesurteile?

Ich kann eure Köpfe rauchen sehen!^^

Domi

Das große Unsichtbare

17. Juli 2008

Wie schon angekündigt, die Drehbuchseiten gehen weiter. Nächstes Kapitel, und wieder wird es schmerzhaft.

Eine wichtige Entwicklung hat mich auf eine höhere Ebene des Kopfanschlagens gebracht: ich habe mich von der Horizontalen in die Vertikale gesteigtert!! (das liest sich klasse, was?! XD)

Nicht, dass meine Tolpatschigkeit eingeschränkt wurde, das nicht, aber ich paarte sie mit mehr Balancegefühl; das heisst, dass ich nicht mehr jedesmal, wenn ich die Treppen hochstolperte oder mir selbst im Weg war, auch auf den Boden gefallen bin. Wir erinnern uns: 1. Alle Dinge fallen nach unten; 2. Materie ist hart. Kenne deine Feinde. Ich kenne sie sehr sehr gut.

Wen ich auch kenne, aber nicht ERkenne, ist das große Unsichtbare, im Volksmund “Glas” genannt.

Ich renne sehr gerne, sehr oft dagegen, aber ich habe immerhin die Ausrede, dass das vererbbar ist. Beispiel? Beispiel!

Eines Tages laufe ich an meiner Mom vorbei…. irgendwas is anders. “Mom, hast du schon immer einen großen roten Strich auf der Stirn gehabt?” Nein, hatte sie nicht, sie ist mit Wucht gegen eine Glastür gelaufen, und hat sich eine schöne Platzwunde zugezogen. Aha. typisch. Eine Woche später seh ich meinen Bruder mal wieder… Hey, die Wunde hatte doch Mom neulich… “is das jetzt Trend??” - Nein, er is gegen eine Glastür gelaufen, und hat sich an genau der selben Stelle eine… ja, ihr dürft raten!.. schöne Platzwunde geholt!!

Ich kann meine Zukunft sehen, und ich sehe Schwarz.

anderes Beispiel.

Als ich 14 Jahre alt war, haben meine Großeltern mir einen Urlaub geschenkt. Für 2 Leute, 2 Wochen lang. Also hab ich mir meine Mama geschnappt, und ab gings in die Dominikanische Republik! Sonne, Strand und Palmen!!!

Und Glastüren.

Klar, unser Hotelzimmer hatte einen Balkon. Die Balkontür war noch mit einem Fliegengitter ausstaffiert, damit diese Mörderviecher nicht reinkommen.

Einmal, Nachmittags, lag ich auf meinem Bett und habe Diskman gehört (ja, damals gabs diesen neumodischen Kram von wegen MP3 Player noch nicht!), sehr, sehr laut. Im Augenwinkel sah ich, wie meine Mom sich an meinem Bett vorbei den Weg zum Balkon schlängelt, eine Kippe im Mund. Und auf einmal macht es laut BAAAAAANG!!!!

Lauter, als Chester Bennington “SHUT UP” brüllen kann, das muss man sich mal vorstellen.

Überzeugt die Welt geht unter spring ich also auf, und was is? Meine Mom sitzt auf dem Boden, guckt mich absolut verstört an (orginal “oO”) und hält sich die Nase.

Die Tür war zu. Meine Mom hat das nicht gesehen, weil das braune Fliegengitter weggeklappt war, und hat sich in Sicherheit gewägt. Man ist vor Glas nimals sicher.

Die Nase meiner Mom blutete ordentlich, allerdings nicht Nasenbluten, sonden Miniplatzwundenbluten am Nasenrücken, und die Glastür hatte einen richtigen Fettfleck. F-E-T-T-FLECK!!!

Ich fand das natürlich äusserst amüsant, und Mommie bald darauf auch.

Rache ist süß, wird aber nicht kalt serviert, das ist ein Mythos.

Am selben Abend gab es im Hotel ein Grillbüfet. Selbstverständlich draussen, auf der Terasse, und innen waren die Tische und so. Die Aussenwände des Speisesaals bestanden aus GLAS, große Glasscheiben, von denen einige sich als Tür entpuppten. Auf jeder einzelnen klebte so ein schwarzer Aufkleber mit dem sehr auffälligem Emblem des Hotels, damit keine Vögel dagegen fliegen.

Nun, ich war also draussen, bediente mich am Büfet und freute mich über den letzten Wackelpudding (ungegrillt), den ich abbekommen hatte. Gemütlich schlenderte ich zurück gen Speisehalle, und Sie ahnen es schon…. auf einmal machte es BOUM.

Nicht so dramatisch wie bei meiner Mom, ich blutete nicht, aber auch diese Scheibe zierte ein WIRKLICH großer Fleck, nachdem mein Teller trickfilmlike an ihr herunter gerutscht war.

Man muss sich diese Situation genau vorstellen: Ich stehe vor dieser Scheibe, mein Gesichtsausdruck ehrliche, aufrichtige Verwunderung, meine Hand immernoch angewinkelt, weil sie einmal einen Teller voll mit Leckereien trug. Direkt vor meiner Nase, und ich meine wirklich DIREKT davor, eins dieser großen, schwarzen Aufkleber gegen Vögel. Nicht genug der Blindheit, nein, HINTER der Scheibe mit dem Kleber saß eine große Familie um einen GROSSEN Tisch herum, die mich alle wortlos, wahrscheinlich so verwundert wie ich sie, anstarrten. Die Gabeln noch auf halbem Weg zu den geöffneten Mündern.

Ich kapiers bis heute nicht. Was hatte ich nur vor?! Wollte ich galant über den Tisch drüber springen?? HÄÄÄ????

Die Familie hatte immerhin soviel Anstand, mich nicht sofort auszulachen wie ich es getan hätte. Sie haben sogar tapfer durchgehalten, als gleichzeitig von beiden Seiten zwei Kellner angerannt kamen um mich zu fragen, ob alles okay ist, und als ich auf einmal in hysterisches Gelächter ausgebrochen bin.

Meine Mom übrigens genauso, als ich später ihr gegenüber saß. Nur klang es ein wenig nasal.

Glasfehlsichtbarkeit ist eine vererbbare Sache, und kann gar nicht ernst genug genommen werden. Glasfehlsichtige Kinder müssen schon in frühen Jahren Sticheleien von anderen Kindern ertragen und Schneidezähne einbüßen. In späteren Jahren kann sich eine wahre Glasphobie entwickeln, und glauben sie ja nicht, dass bunte Aufkleber helfen.

Was haben wir heute also gelernt? 1. Alle Dinge fallen nach unten, auch Teller. 2. Materie ist fest und hart, auch wenn man sie nicht gleich sieht. 3. Rauchen schadet der Gesundheit und der Reinheit Ihrer Scheiben.

Kapiert? Gut, ich fliege heute nämlich eine Woche nach Berlin, und ich hätte Angst um sie, wenn sie sich diese Lehrsätze nicht vergegenwärtigt hätten. Sie helfen zwar nicht (siehe: moi), aber sie erklären vieles.

Ich wünsche allen noch eine angenehme Woche, und macht euch auf ein paar lustige Anekdoten aus Berlin gefasst! Bei meinem letzten Urlaub ins wunderbare Florenz bin ich zwei Mal gegen Glas gestossen, also versprechen die nächsten 7 Tage spannend zu werden! Ich werde in einigen Musen herumlatschen, in denen wertvolles Zeug steht.

Ohren steif halten und auf Glas achten!

Domi

Ode an den Postboten

14. Juli 2008

(guten Morgen, Beko!)

Wer bringt uns Post zur frühen Stunde?

trickst täglich wieder aus die Hunde?

Und klappt dies nicht - wer trägt die Wunde?

Der Postbote!! - aus aller Munde!

In leuchtend’ Gelb und ohne Hut

(zur kurzen Hose braucht man(n)  Mut!)

Macht was er soll, und tut das gut:

Er ordnet unsre Briefe-Flut!

Egal ob Päckchen oder Karte,

bringt harte Worte oder zarte,

zum Leuchtturm und in die Sternwarte

zu Fuss, oft ohne ein Gefahrte! -ähh, Gefährt. Mist.

Der Sinn dies’ kleinen Zwischenspieles?

Nun… alle klagen über vieles:

Unfreundlichkeit, Stress, Pädophiles,

Doch jeden Tag, bar jeden Stiles (siehe Strophe 2)

Wirft einer unsre Päckchen ein!

bekommt kein Danke, kriegt kein’ Wein,

Kassiert nicht fett…

…Ist das nicht nett??

(schönen Arbeitstag noch!)

Warnungen, vor denen man sich in Acht nehmen muss

13. Juli 2008

wie zum Beispiel das allseitsbeliebte “Rasen betreten verboten”- Schild.

Wir kennen es alle, wir respektieren es normalerweise (hey, ich muss nicht unbedingt durch eine nasse, verzeckte Wiese laufen, wenn nebendran ein schöner Weg durchführt…), aber hat sich schonmal jemand die Frage gestellt, WIE DAS SCHILD AUF DEN RASEN KAM??????

Ja, Menschen haben sich schon damit befasst. ich bin stolz sagen zu können, dass es eine andere Person auf dieser Welt gibt, die sich ähnliche Gedanken über sie macht, wie ich. Aus Gründen, die sicher alle gut verstehen, möchte sie anonym bleiben, und wird darum schlicht “Mr. T.” genannt.

Nun, meine Entdeckung der Absurdität der Herkunft besagter Schilder liess uns zurückgreifen auf die Erfahrungen, die wir schon im Leben gesammelt hatten, und nachdem wir in Ich-kann-5-Min-halbnackt-in -Brennnesseln-liegen!(Domi)– und Ich- kann- jeden- Morgen- im- Winter- mit- meinem- alten- Fahrrad- zur- Schule- fahren!(Mr. T.)- Ehrenwettenerinnerungen schwelgten, machten wir eine interessante Entdeckung:

Rasen sind gefährlich.

Nicht alle, keine Sorge. Manche sind schon tot. Im Volksmund nennt man sie dann “Spiel”-, oder makaberer “Liegewiesen”. Wir sprechen hier aber in erster Linie von der Bestie Rasen, die meistens mit einem “betreten verboten”- Schild gekennzeichnet ist.

Dieses Schild, liebe Leserinnen und Leser, haben aufopferungsvolle, uneigennützige Menschen aufgestellt, die ihr Leben dafür gaben, UNS ZU WARNEN!

Es kann kein Zufall sein, dass diese Schilder immer sehr nah am Rasenende stehen. Die Schildmenschen (nicht zu verwechseln mit den Schildkröten, wobei diese auch ein “betreten verboten” auf ihrem Schild tragen sollten) schafften es nämlich gerade nur so unter Einsatz ihres Lebens, sie aufzustellen.

Kaum steckten sie im Boden, machte der Rasen *schlurf* und weg waren sie!

*schweigeminute*

Für unsere Zweifler haben Grandmaster T. und ich uns noch ein paar unumstößliche Fakten zusammengesammelt:

Ungläubige mögen nun einwerfen, dass es dieses Konzept schon gibt: es nennt sich Treibsand……
Nun, eine richtige Feststellung, mein junger Padawan, aber denke einmal nach… das Phänomen “Treibsand” ist nichts anderes als ein radikaler Rasen. Unter Menschen nennen wir dieses auch “Skinhead”, im Rasen-slang sagt man wohl “Sandhead”, ich denke, diese Begriffe schliessen sich gegenseitig nicht aus. Ich sage nur Kopf in den Sand stecken. Die Welt könnte so friedlich sein…

“Rasen” als Wort hat sich abgeleitet vom Verb “rasen”, das ein Synonym ist für “ausrasten”, “vor Wut durchdrehen” ist. Weitere Idiome lassen sich mit der Bestie Rasen etymologisch erklären: “Im Erdboden versinken” etwa, oder “In einem Erdloch verkriechen”. Das Wort “Alp”, also eine Wiese in den Bergen, erinnert zudem erschreckend (haha welch wortwitz) an die erste Silbe aus dem Wort “Albtraum”.

Grashalme sind nicht wirklich Pflanzen, nein, eigentlich sind es tausende feingliedriger Zähne, zusammengewürfelt wie das Gebiss eines Hais, genannt Revolvergebiss.

“Gras” allgemein ist ein komplexes Wort. Die meisten Jugendliche kennen es sowieso nur noch im Zusammenhang mit “Gras rauchen”, was man mit “Gras anzünden” gleichsetzen kann. Im Grunde also ein ausgeklügelter Appel zur Gegenwehr. Hippies sind immerhin friedliebend (–> Treibsand), naturverbunden (–> rasen), und wünschen sich den Frieden.

Endlich ist gelöst, warum Tote von ihren Angehörigen in der Erde vebuddelt werden! Ein Urinstinkt muss uns dazu verleiten, sie unter Gras zu verstecken, denn da werden die Leichen ganz alleine entsorgt. Man lässt praktisch Gras über die Sache wachsen.

Mr. T. und mir ist klar, welche Folgen unsere Theorie haben wird: Tiere wie Maulwürfe und Ameisen mit ihren Hügeln müssen nun ganz neu verstanden werden: sie wollen FLIEHEN, dem Rasen ENTKOMMEN! Genauso wie Grashüpfer oder Grillen (die man wenns nach mir gehen würde aber beide verrecken lassen könnte), die kläglich zirpend nach Hilfe schreien, wenn sie nicht gerade versuchen, wegzuspringen… und wo wir grad bei wegspringen sind: dass der putzige Laubfrosch grasgrün und nicht blattgrün genannt wird, ist jetzt auch keine Überraschung mehr.

Suspekt ist nunmehr nur noch die Tatsache, dass manche Menschen es als erstrebenswert empfinden, einen gräsernen Garten um ihr Haus anzulegen. Da ich nicht die ganze Welt als selbstmordgefährdet betrachten möchte (nicht um 4:44 Uhr…. holy shit, es ist WIRKLICH 4:44!!!! O.O). Wahrscheinlich ist das umgekehrte Psychologie: sie tun so, als würden sie UNS gehorchen…. bis wir eines Tages unsere Kinder nicht mehr finden. Dabei waren sie doch nur kurz draussen im Garten….

*akte X Theme*

Was dich nicht umbringt, härtet dich ab!

10. Juli 2008

…oder zumindest meinen Kopf.

Ganz richtig, es geht weiter mit den Zusammenstößen meines zarten Körpers mit der rauhen Wirklichkeit.

Nachdem Urknall flogen die Teilchen im leeren Raum herum, unter unvorstellbaren Temperaturen, bis sie (zufällig?) zusammenprallten und zu neuen Teilchen zusammenschmolzen, oder andere Fragmente abstiessen. Langsam aber sicher bildeten sich so die ersten Elementarteilchen, aus den Elementarteilchen die ersten Elemente, aus den Elementen die ersten Massen, die fröhlich weiter aufeinanderprallten. Oft.

Ein paar Jährchen nach meinem Urknallerlebnis lernte ich die zweite Regel des Domiversums kennen: Materie ist hart. (–> 1. alle Dinge fallen nach unten; 2. Materie ist hart)

Folgende Situation: Klein Domi sitzt mit ihren roten Bauklötzchen (oder, wie die große Nici jetzt sagen würde: “Blaukrötzchen”) im Wohnzimmer am Tisch. Dem Tisch aus Glas, dem einzigen Wesen auf der Welt, dem das zweite Gesetz nichts ausmacht. Trotz Naturkatastrophen wie meiner Mutter und mir überlebte er noch jeden Anschlag. Das sollte Klein-Domi noch zum Verhängnis werden, denn als sie da saß und friedlich spielte, sah sie durch die transparente Masse des Tisches einen schönen, roten Blaukrotz am Boden liegen.

Damals war ich noch so naiv und dachte, alles um muss seine Ordnung haben. Habt Nachsicht, ich war noch sehr jung.

Tatendurstig bückte ich mich und lernte.

Materie ist fest. Selbst wenn sie durchsichtig ist.

Eine Milisekunde später fehlte mir ein Teil meines rechten Milchschneidezahn, und irgendwie fühlte mein Zahnfleisch sich komisch an.

Alle Dinge fallen nach unten. Mein Zahnfragment auch, aber nicht, wie man nun annehmen könnte, auf den Tisch, auch nicht neben den Bauklotz, DENN…. jetzt kommts….

Es gab gar keinen roten Bauklotz auf dem Boden.

1. Alle Dinge fallen nach unten. 2. Materie ist fest.

Immerhin hatte ich nicht schon wieder eine Gehirnerschütterung, nur einen kaputten Eckzahn und das Vertrauen in die Wirklichkeit verloren. “Boden” hat Persönlichkeit; er verarscht mich gerne.

Die zweite Gehirnerschütterung liess allerdings auch nicht lange auf sich warten, denn eines schönen Tages im Winter fuhren meine Großeltern mit mir und meinem Bruderherz zum Mummelsee. Wer kennt den Mummelsee? Niemand? Joa, muss man auch nicht unbedingt kennen. Ist ein kleiner hübscher See im Schwarzwald, zu dem wir früher relativ oft fuhren. Nur einmal im Winter, und ich rate jedem, das nicht zu ändern. Im Winter, wenns richtig kalt ist, friert der See nämlich zu.

Mit meinen höchstens 8 Jahren war das das erste Mal, dass ich soetwas sah. Besser noch, ich konnte sogar darauf herumtrampeln!!! Das Eis war so dick, dass schon sehr viele Menschen darauf herumstiefelten, und so konnten es auch mein Bruder und ich uns nicht verkneifen.

Ich bin mir sicher, ich wäre eine ungeheur talentierte Eisprinzessin geworden. Mit flachen Schuhen rutschte ich mehr, als das ich lief, aber das war okay. Das war toll! Ich beschleunigte, ich drehte Pirouetten, ich sprang, und nichts passierte.

Bis ich es tatsächlich fertig brachte auf rutschigem Eis über meine eigenen Füße zu stolpern.

Ich würde gerne sagen, ich wäre ausgerutscht, aber nein, meine Füße waren einfach im Weg, und das auch noch, als ich ordentlichen Schwung drauf hatte. Bis heute weiss ich nicht, wieso ich nicht versucht habe, mich irgendwie abzufangen, oder wie ich es eigentlich hingekriegt habe, mit dem KOPF ZUERST aufzuprallen, aber Tatsache ist, DASS ich es geschafft habe.

Mindestens 20 cm dickes Eis, ein lautes BANG, und erstmal war alles schwarz. Erinnert an den Urknall, nicht war? nun, es gibt ja Theorien, die besagen, dass das Universum sich ausdehnt, um sich wieder zusammenzuziehen, bis es ein einziger Punkt voll von unbeschreiblichen Kräften und Energien ist, die schliesslich wieder Boum machen. Ein zweiter Urknall. Könnte stimmen, vielleicht war dieser Moment auch der Einschlag von etwas sehr hartem auf der Erde, der alles Leben auslöschte. Es fühlte sich zumindest so an, und danach war auch erstmal alles dunkel, durcheinander, und schmeckte pelzig.

Zittrig stütze ich mich auf, und betrachtete erst einmal die feinen Risse im Eis. Ganz recht: RISSE IM EIS. Es wird nicht so melodramatisch, dass das Eis brach, aber…. hey kommt schon, überlegt mal, was für eine Wucht ich hatte!

Keine Nanosekunde später explodierte mein Schädel, meine Opa musste mich heulendes Wrack mit einem Schlitten vom Eis ziehen, meine Brille war kaputt, und ich hatte die nächsten 2 Tage zwei schicke, schwarze Ringe um die Augen! Yeha!

Danach kickte die Evolution ein. Ich lernte, mir den Kopf aufrecht gehend anzuschlagen. Das war ein großer Meilenstein in meinem Leben. Womit ich allerdings immer Probleme hatte, war, Glas als Glas zu erkennen.

Davon aber nächstes Mal. Dann reden wir von Erdrotation und Bruch Mondlandungen!

Der Urknall

08. Juli 2008

Ja, es wird wichtig.

Nachdem ich mich mit mir selbst beraten habe, wurde beschlossen, dass ich mit meinen Drehbuchseiten beginnen sollte, und zwar in der richtigen chronologischen Reihenfolge (wobei ich der Meinung bin, Zeit ist eine Illuison. Besonders die Mittagszeit (–>PAddG)).

Mein Leben ist eine Sitcom, aber das war es nicht immer. Der Sitcomcharacter hat sich erst herauskristallisiert, aus einer viel viel schmerzvolleren RealityTV-Idee: JACKASS.

Johnny Knoxville muss mich gekannt haben, als ich mich noch nicht einmal selbst kannte, denn ich weiss haargenau, dass er sonst NIE auf seine Ideen gekommen wäre.

Ich spreche von Einkaufswägen, ich spreche von Massenunterhaltung in Supermärkten!

Wir alle kennen Einkaufswägen. Diese unkontrollierbaren Eisengittergestalten, die die praktische Funktion haben, unser gelagertes Einzukaufendes in das nächste Regal zu fahren. Nicht nur Konserven nehmen sie uns ab, sondern auch unsre Kleinkinder und Babys. Richtig, ich meine diese unbequemen ausklappbaren Kleinkindersitze, bei denen Kind die Beine durch zwei Löcher stecken muss, und dann hilflos der Willkür seiner Mutter und/oder des Einkaufwagens ausgeliefert ist.

Hilflos?Ha!                                                                                                                                                         Ein Kind schaffte es einst, sich aus dem stählernen Gefängnis zu befreien!!

Folgendes passierte: Ich und meine Mutter, in Fachkreisen auch das dynamische Duo genannt, waren einkaufen. Klein-Domi war vielleicht zarte 2 Jahre alt, und wurde daher in besagten Kindersitz gezwängt. Während mein Muttertier sich nun gewissenhaft an das Heraussortieren von Gammelfleisch machte, vergas sie die Zeit, und Klein-Domi -immerschon sehr an Essbarem interessiert- schaute sich mit großen Kulleraugen um. Ihre Augen müssen irgendetwas extrem interessantes gefunden haben, was sie unbedingt haben wollte.

Kameracut zu meiner Mutter. es macht “BAAAAANG!!!!!!”. Mutter dreht sich geschockt um, und muss mitansehen, wie ihre Tochter, brilliante Trägerin all ihrer Hoffnungen und Genie schon im Kindesalter, schreiend und heulend auf dem HARTEN Supermarktboden liegt.

Irgendwie (ich sag ja ich bin allmächtig) habe ich es geschafft, aus diesem Sitz herauszukommen, und gleichzeitig aus dem Einkaufswagen zu fallen. Mit einem galanten Köpfer, übrigens.

Erschrocken eilte meine Mutter herbei, und musste mit Schaudern feststellen, wie eine groooße, Tischtennisballvoluminöse pechschwarze Beule die Stirn ihrer Tochter zierte, und, selbstlos und das Gammelfleisch vergessend, mit mir zu unserem Arzt sprintete.

Ich bin mir ganz ganz sicher, dass DAS der entscheidende Augenblick war! Nun musste meiner Mutter klar werden, dass Tolpatschigkeit vererbbar war! Nun hatte Domi erste Erfahrungen mit der Schwerkraft gemacht und ihre beiden Todfeinde -Gravitation und feste Bodenmasse- kennengelernt, und nun hätte die Welt schon erfahren können, wie gefährlich Einkaufswägen eigentlich sein können!

Ich kann die Beule übrigens immernoch spüren. Rechts auf meiner Stirn. Könnte daher kommen, dass ich jahrespäter auf die selbe Stelle geknallt bin, aber das ist eine andere Geschichte, die hier im Rahmen der Astronomie-Reihe “wie das Universum entstand und warum das niemand aufgehalten hat” erzählt wird.

Schaltet also bald wieder ein, die nächste Folge wird sich um zusammenstoßende Teilchen handeln! Good night and good fight!

Im Chaos herrscht das Genie. Oder andersrum?

06. Juli 2008

Neulich hab ich meinen ersten Lebensabschnitt hinter mich gebracht. Die Schule ist zuende, das Abi in der Tasche! Im August fängt mein FSJ an, und wie sich jeder, der im Besitz eines korrekten Kalender ist, herausfinden kann, habe ich also den ganzen Juli frei.

Frei. Gleichbedeutend mit NICHTS ZU TUN.

Ich bin ganz schlecht darin, nichts zu tun. So schlecht sogar, dass ich in der natürlichsten Phase des Nichtstun, dem Schlafen, gnadenlos versage. Blöderweise stellt mich das vor noch mehr Stunden des bewussten Nichtstun.

“Also”, dachte ich mir, in einem eindeutig nicht ausgeschlafenem und/oder nüchternem Zustand, “kannst du auch was sinnvolles tun, und dein Zimmer mal wieder aufräumen.”

Es sollte nicht beim Aufräumen bleiben, es wurde ein ganzes Ausmisten, Ausstauben und Wegputzen. Zumindest theoretisch.

Praktisch stecke ich nämlich gerade fest, was mich an den PC getrieben hat.

Ich muss euch nämlich etwas fragen, auf die Gefahr hin, unorganisiert zu wirken:

WIE ZUM HENKER RÄUMT MAN AUF?!!

Ehrlich, ich bin die schlechteste Aufräumerin die es gibt. Ich verstehs nicht! Aufräumen bedeutet, Zeugs, was nicht an seinem Platz liegt, an seinen Platz zu befördern, richtig? Nun, mein größtes Problem liegt dabei, dass ich niemals einen festen Platz für Zeugs habe. Wenn ich also versuche aufzuräumen, lege ich das Zeugs erst mal auf den Boden in die Mitte meines Zimmers, und warte, bis ich einen richtigen Platz finde, der gerade unter anderem Zeugs begraben liegt.

Überraschung, ich finde diesen Platz nicht. Das wäre noch okay, aber nun bin ich doch auf eine erstaunliche Tatsache gestossen: ich kann mich generell nicht daran erinnern, an welchem Platz das Nun-Boden-Zeugs einmal lag. Schlimmer, oftmals könnte ich schwören, dass das Nun-Boden-Zeugs niemals vorher in meinem Zimmer war!?

Häää?

Ich nehme an, es ist das selbe Prinzip, dass auch die gute alte Wichtige-Dinge-Theorie aktuell hält.               Ihr wisst schon, man räumt auf, und findet dabei Dinge, die einem unglaublich viel bedeuten, mit denen man allerdings nichts mehr anfangen kann. Alte Briefe zum Beispiel, oder in meinem Fall die ganzen Zettelchen, die man sich in der Schulzeit hin und her geschrieben hat. Man weiss genau, wenn man sich diese Dinge in 20 Jahren wieder anschaut, dann hat man Freude daran.                                                                                    Paradox ist dabei aber, dass man diese Dinge absolut vergisst, bis man sie beim Aufräumen wiederfindet. Sie vegetieren irgendwo an ihrem festen Platz im Zimmer vor sich hin, man verschwendet keinen einzigen Gedanken an sie, obwohl sie doch so wichtig sind. Hrm.

Eine potentielle Lösung dieses Problems wäre natürlich, diese wichtigen- Dinge wegzuschmeissen (man denkt ja eh nie dran), und den Platz zum festen Platz des Nun- Boden- Zeugs zu machen.                         Aber das macht natürlich aber paradoxerweise niemand.

So wird ein Zimmer niemals sauber, und mittlerweile bin ich so verzweifelt, dass ich glaube, dass es das gar nicht werden will. Irgendeine höhere Macht muss eines Tages (wahrscheinlich nicht ausgeschlafen und/oder nicht nüchtern) beschlossen haben, dass Menschen nicht in der Lage sein sollten, Ordnung zu halten, beziehungsweise, zu schaffen.

Es ist meine einzige Erklärung. Denn sobald man im Begriff ist, einen winzigen Fortschritt im Ordnungsproblem zu machen, setzt das Chaos alles ein, um dies zu verhindern. Beispiel? Beispiel!:

- Reissnägel, die AUF EINMAL aus meinem Teppich wachsen, genau da, wo ich hintrete. OBWOHL ich die selbe Strecke in der letzten Stunde schon hunderte von Malen unfalllos zurückgelegt habe, und garantiert den ganzen Tag nichts mit Reissnägel getan habe.

- Das Auftauchen von Zeugs ab einem festen Platz, der aber vor einer Sekunde noch ein Platz war, von dem man gerade eben erst Nun-Boden-Zeugs entfernt hat, um einen freien Platz zu machen!

- Das Verschwinden von Nun- Boden- Zeugs, für welches man in einem Anfall von Kreativität einen Platz gefunden hat, und das Auftauchen eben dieses, wenn man den Platz anderweitig belegt hat.

- Meine Mutter, die mir immer dann weiters Zeugs in mein Zimmer bringt, wenn ich denke “das isses. so passt alles!”

-Schubladen, die ganz bestimmt kleiner werden, und dann nicht mal mehr das aufnehmen wollen, was vorher schon drinnen war.

…. sagt mir bitte, dass ich nicht alleine diese Grausamkeit erdulden muss. Und sagt mir auch gleich, wie ihr das bewältigt (wenn ihr das denn tut). Und wenn ich was vergessen hab, schreibts.

Ich geh jetzt wieder weiter aufräumen. Ich glaub, unter meinem Bücherregal müsste noch irgendwo Platz sein…

Kugelschreiber- Klappe die erste

03. Juli 2008

Freunde, habt ihr euch schon einmal Gedanken über Kugelschreiber gemacht?

Diese kleinen, praktischen Dinger, die so wichtig für das Bestehen dieser unserer Kultur geworden sind? Nein? Fehler.
Ein Glück, dass ihr mich habt, denn hinter Kugelschreibern steckt mehr, als man meinen möchte.

Frage 1:

Woher kommen Kugelschreiber?

Theorie 1:

Kugelschreiber haben ein eigenes Universum in einer Parallelwelt: Das Kulliversum. Aus diesem führen unzählige Wurm- und schwarze Löcher in unsere Welt, die Kugelschreiber immer wieder von und auf unsere  Erde befödern! Oder wie sollen wir sonst das ständige Verschwinden und Auftauchen erklären??

Theorie 2:

Hallo, mein Name ist Domi, und ich habe mir noch nie im Leben einen Kugelschreiber gekauft. Ehrlich wahr. Ich war noch nie in einem Laden um mir so etwas zu kaufen. Warum? Na man hat eben immer irgendwie welche da! Aber wo kommen sie her? Seien wir ehrlich, man stenzt sich ständig welche. Mal aus Versehen, mal ein Werbegeschenk, mal absichtlich…  Theorie 1 bekräftigt dies ja. Aber… wenn ich, und alle die ich kenne, sagen, dass auch sie sich immer wieder ihre Kullis illegal besorgen, dann bedeutet das auch ebenfalls, dass das eine Kettenreaktion ist: Jeder klaut geklaute Kullis. Und dies widerrum kann nur bedeuten, dass es irgendwo auf dieser weiten Welt mindestens eine Person gibt, die sich ihre Kullis kauft… und die ihr immer wieder gestohlen werden.

Mein Gott wie traurig. Wir sollten einen Hilfsfond eröffnen. Ich wollte sogar eben einen Scheck ausstellen, aber leider weiss ich nicht, wo mein Kugelschreiber hin ist. Eben war er noch da, ich weiss es ganz genau…

Pünktlich 5 Minuten zu spät!

01. Juli 2008

um es gleich vorweg zu sagen… ich bin unheimlich unpünktlich.

Erwartet darum bloß kein regelmäßiges Updaten, oder, noch lächerlicher, dass ich meine

Versprechen à la “morgen gehts weiter” einhalte. Ich hoffe, niemand hat ernsthaft nach dem letzten/ersten Eintrag daran geglaubt.

Wenn ich schon dabei bin, kann ich euch auch gleich weiterhin erzählen, was hier so auf euch zukommen wird. Ja genau, ich habe einen perfiden Masterplan, der so perfide ist, dass ich ihn selbst noch nicht ganz verstanden habe (gehört alles dazu).

Sobald ich gelernt habe, wie man Kategorien angibt, wird es derer mindestens vier geben:

-Allgemeines: was eben grad so anfällt.

-Kunst: oder das, was ich so schimpfe. Ich male und zeichne sehr viel, und bin an anderer Kunst ebenfalls mehr als interessiert. Sobald ich weiss, wie man Bilder hochlädt, werdet ihr auch was von mir zu sehen kriegen.

- Philosophisches: vielleicht unter einem anderen Namen, ganz so viel trau ich mir dann nämlich doch nicht zu. Aber ich bin ein Mensch der weiss, dass der Kopf nicht nur zum Tragen von Mützen da ist, und habe noch nicht herausgefunden, wo man das Denken abschaltet. Erschreckenderweise kommt dabei oft etwas Gutes raus. Erschreckenderweise kann ich das jetzt in die ganze Welt hinausposaunen. Muhaha.

- Drehbuchseiten: denn mein Leben ist eine Sitcom. Hier werde ich immer wieder kleine aber feine/lustige/dumme/ intelligente Episoden aus meinem Leben erzählen. Oder aus dem meiner Freunde. Welt(untergangs)theorien, Geschichten, Sparwitze…. ihr versteht schon.

Noch müsst ihr nicht aufatmen, da kommt bestimmt noch mehr.

Soviel dazu. Tüdeldü!

-Domi

“Blog-User sind arrogant, asozial und radikal…”

26. Juni 2008

…. sagte ich, und kassierte irritierte Blicke von mehreren meiner Freunde. Blog-User. OOPS.

Das brachte mich doch etwas zum Nachdenken, und als Georg dann noch meinte “Stoffl, besorg deiner Sis nen Blog! Stand es fest. Domi braucht einen Blog.

Tadaaa!

Domi hat einen Blog.

Dann ist es wohl an der Zeit, mich ein wenig vorzustellen.

Ich bin…

-… in der Lage, die Löcher, die meine Hosen im Schritt haben, zu nähen, während ich sie noch anhabe. Ich bin sogar so talentiert, dass ich meine Unterhose gleich mit annähe, ohne mich selbst zu pieksen.

-… in der Lage, den ganzen Tag nichts zu trinken und trotzdem alle 5 Minuten aufs Klo zu rennen.

-… dazu fähig, mein gesamtes Zimmer mit Rasierschaum einzusprühen, ohne die Dose auch nur berührt zu haben.

-… immer auf der Suche nach Essbaren, und generell fündig. Es lohnt sich also, etwas mit mir zu unternehmen, denn Klos und Imbissbuden finde ich immer und überall!

-… davon überzeugt, dass mein Ich aus verschiedenen Dus besteht. Aber bisher war Ich noch nicht in der Lage, uns zu einem Wir zu einigen, weil Ihnen keine anonymen Wahlen gelingen (vielleicht bin ich auch Simbabwe! XD)

-… fähig, über die dümmsten Sparwitze der Welt zu lachen!

Um es mit den Worten meines Relilehrers zu sagen: “Dominique, dein Kopf ist zu quirlig.”

Ich denke, das reicht erst mal.

Um ehrlich zu euch zu sein, ich habe keine Ahnung, wie ein Blog so wirklich funktioniert. es bleibt also spannend.

Schalten sie also morgen wieder ein, wenn es heisst: mein Leben ist eine Sitcom….